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Die WBG Zukunft feiert 2013 ihren 100. Geburtstag

Geschichte

Gründerjahre in schwierigen Zeiten

Eines der größten Probleme zu Beginn des 20. Jahrhunderts war auch in Erfurt die akute Wohnungsnot. Durch Zuwanderung vom Land und hohe Geburtenzahlen stieg der Bedarf schneller als das Angebot. Enge, dunkle und ungesunde Mietskasernen wurden mit Menschen vollgestopft und füllten die Taschen von Grundstücksspekulanten.

Der Wohnungsbau auf gemeinnütziger Grundlage bot einen Ausweg aus dieser Krise. Neu gegründete Genossenschaften errichteten mit Unterstützung der Stadt und einiger Industrieunternehmen Wohnhäuser zu erschwinglichen Mietpreisen. Am 24. Juni 1913 wurde so auch der Ur-Vorläufer der heutigen WBG Zukunft eG gegründet: Die Baugenossenschaft Gartenstadt e.G.m.b.H. errichtete Reihenhäuser nördlich der Binderslebener Landstraße. Sie wurden zum Vorbild für weitere Genossenschaftsbauten, da ihre Baukosten mit 15 Mark für den Kubikmeter umbauten Raum relativ niedrig waren.

Im Februar 1917 entwickelte Polizei-Bauinspektor Boegl schließlich das Projekt einer gemeinnützigen Siedlung im Erfurter Tiergartengelände. Den Ausgangspunkt bildete der Mangel an Wohnungen für die Arbeiter, die in den Industriebetrieben im Norden der Stadt tätig waren. Für sie sollten „gesunde und zweckmäßige“ Wohnungen mit Gartenanteil errichtet werden. Boegl schlug vor, im Tiergartengelände eine größere Anzahl von Reihenhäusern zu bauen, da die Nähe zum Nordpark und die relativ günstige Lage zwischen der Altstadt und dem Industrierevier Ilversgehofen das Gebiet günstig erscheinen ließ.

Noch im Krieg kam es zur Gründung der Tiergarten-Siedlungsgenossenschaft m.b.H. Erfurt. Nachdem im März 1917 ein vorbereitender Ausschuss eingesetzt worden war, kam es auf einer Versammlung am 21.11.1917 zur Gründung der Genossenschaft, die am 14.01.1918 eingetragen wurde. Der Stammanteil für die Mitglieder lag bei 300 Mark, er konnte in Monatsraten von mindestens 10 Mark abgezahlt werden. Außerdem erhob die Genossenschaft ein Eintrittsgeld in Höhe von 3 Mark.

Gleich nach Kriegsende begann 1919 die Errichtung der ersten Häuser auf dem Tiergartengelände. Als Bauherr trat die Kleinwohnungsbaugesellschaft m.b.H. Erfurt in Erscheinung, an der neben der Tiergarten-Siedlungsgenossenschaft auch Erfurter Unternehmer beteiligt waren, die ein Interesse daran hatten, dass ihre Arbeiter mit Wohnraum versorgt wurden. In weiteren Bauabschnitten entstanden 1927 24, 1928 22 und 1930 35 Wohnungen. Nach Fertigstellung der einzelnen Bauabschnitte übernahm die Genossenschaft jeweils die Häuser und sicherte damit eine gemeinnützige Verwertung. Grundstücksspekulanten, die vor allem in den Zeiten der Hyperinflation 1923 ihr Unwesen trieben, blieben außen vor.

Auch in der Zeit des Nationalsozialismus wurden im Tiergartenviertel Häuser errichtet. Baurechnungen sind bis in das Jahr 1942 erhalten. Aus ihnen geht hervor, dass auch Kriegsgefangene bei den Arbeiten eingesetzt wurden. Mit Fortschreiten des Krieges gestaltete sich die Versorgung mit Baumaterial freilich immer schwieriger. Hinzu kamen Zerstörungen durch Bombenangriffe, so 1944 im Bestand der Baugenossenschaft Gartenstadt im Hahnegarten.
Gemeinsamer Aufbau nach dem Krieg Eine Wende in die Zukunft

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