Brandschutz ist essenziell

Unsere Genossenschaft investiert in die Umsetzung eines umfassenden und weitreichenden Brandschutzkonzeptes Millionenbeträge. Auf der Basis der geltenden Vorschriften und Bestimmungen – und das sind nicht wenige – werden zielführende Maßnahmen für einen stetig weiter zu entwickelnden und optimierten Brandschutz geplant und durchgeführt.

Es ist festzuhalten: In den Häusern unserer Genossenschaft wohnt man sicher. Regelmäßige Kontrollen, sei es durch unsere Mitarbeiter oder die Feuerwehr, bringen verlässliche Ergebnisse und helfen, das hohe Maß an Brandsicherheit aufrechtzuerhalten.

Wie vielschichtig Brandschutzkonzepte sind, wird deutlich, wenn man die einzelnen Bereiche genauer betrachtet. Da gibt es zunächst den sog. baulichen Brandschutz, der sich auf das Gebäude und die verwendeten Baumaterialien fokussiert, ebenso auf die Anlage von Zufahrtswegen für die Feuerwehr. Die zweite Kategorie – der anlagetechnische Brandschutz – beschäftigt sich mit den Brandmeldeanlagen, Rauch- und Wärmeabzugsanlagen, brandschutztechnischen Einheiten, Sicherheitsstromversorgung, Notbeleuchtung sowie den Anforderungen an alle Leitungssysteme. Der organisatorische Brandschutz umfasst die Bereitstellung von Feuerlöschern, die Kennzeichnung von Rettungswegen, das Erstellen von Rettungswegeplänen u.a.m. Die vierte Kategorie umfasst all das, was die Feuerwehr u. a. an Flächen und Löschwasser benötigt.

Unterschieden werden grundsätzlich zwei Rettungswege. Der erste ist derjenige, den man innerhalb des Gebäudes nehmen kann, der zweite betrachtet die Rettung über Wege außerhalb des Gebäudes z. B. durch Fenster oder über Balkone, wenn die Feuerwehr mit Spezialgerät zum Einsatz kommt.

Hier soll es aber um den ersten Rettungsweg gehen, denn dessen Qualität kann man als Bewohner eines Hauses aktiv mitbestimmen. Und da wird immer wieder festgestellt, dass Bewohner – ganz entgegen ihres eigenen Sicherheitsinteresses – Dinge tun, mit denen sie sich selbst und andere in durchaus große Gefahr bringen.

Dazu gehören häufig z. B. ausgehängte oder demontierte Obertürschließer.
Diese sollen im Brandfall die Wohnungseingangstür schließen und somit verhindern, dass der erste Flucht- und Rettungsweg nicht verraucht oder der Brand über tritt.

Das Verkeilen von Türen geht ebenso zu Lasten eines effizienten Brandschutzes, denn es kommt dadurch zur Zerstörung der Bodendichtung und im Brandfall schließt die Tür nicht.

Auch wer Schleusentüren einfach festbindet, z. B. um zu lüften, handelt grob fahrlässig. Die zweckfremde Benutzung der NRA (NRA = natürliche Rauchabzugsanlagen) ist eine Gefahrenquelle, genauso das Verstellen von Rettungswegen mit Schuhen, Möbeln o.Ä.
Mehrfach gekoppelte Verteiler- und Verlängerungsschnüre sind brandgefährlich, auch die Überlastung elektrischer Leitungen.

Styroporplatten an der Decke bilden im Falle eines Brandes giftige Dämpfe.
Diese Liste ließe sich noch lang fortsetzen. Grundsätzlich aber ist Brandschutz so existenziell wichtig, dass jegliche vermeidbare Gefahr unbedingt auszuschließen ist. Mit gesundem Menschenverstand und durch unsere Informationen sollte das auch gelingen.

Im Detail:
Die Wohnungen sind separate Brandabschnitte. Die Wohnungseingangstüren sind ausgestattet mit einem Obertürschließer (entsprechend Bautyp und Gebäudeklasse) der dafür sorgt, dass sich ein Brand nicht ungehindert ausbreiten kann, hat somit eine sehr wichtige Funktion. Rauchmelder befinden sich in allen relevanten Räumen.
Exemplarisch am Haus Sofioter Straße 7 – 9 seien hier einige Maßnahmen übersichtlich aufgelistet, die unsere Genossenschaft ergreift, um den Brandschutz stetig weiterzuentwickeln:

  • Sanierung der kompletten Elektroanlage in den Wohnungen sowie in den Allgemeinbereichen
  • Einbau eines Feuerwehrnotrufes
  • Einbau einer Sicherheitslichtanlage
  • Einbau einer Brandmeldeanlage Kosten: 1.585.000,00 €
  • Auch in den Gebäuden Lilo-Hermann-Straße 1 – 3 wurden neben vielen anderen Maßnahmen entsprechend dem Brandschutzkonzept wichtige bauliche Maßnahmen durchgeführt, um zusätzliche Flucht- und Rettungswege ins Freie zu schaffen und somit die Flucht- und Rettungswege zu entlasten.

Kosten: 140.000€

Diese Maßnahmen seien nur beispielgebend genannt und geben einen kleinen Überblick über bereits realisierte Maßnahmen.

Allein in den vergangenen vier Jahren hat unsere Genossenschaft knapp 4,6 Millionen Euro in den vorbeugenden Brandschutz investiert.
Hier nochmals eine Aufzählung aus bereits umgesetzten Maßnahmen:

  • Einbau moderner Brandmeldezentralen zur Früherkennung von Bränden mit entsprechenden Rauchmeldern in Flucht- und Rettungswegen, teilweise auch mit Feuerwehrnotruf zur gezielten Teilevakuierung
  • Einbau T 30 RS Türen, z. B. Keller- und Verteilergänge
  • Einbau von Sicherheitslichtanlagen
  • Schaffung zusätzlicher Notausgänge ins Freie mit neuen Treppenanlagen und Wegebeziehungen
  • Nachrüsten der WE Türen mit einem Obentürschließer und Schwellendichtung bzw. Austausch, wo notwendig
  • Nachträglicher Einbau von Trennwänden in den Etagenfluren mit Einbau von T 30 RS Türen
  • Ertüchtigung von Kellerdecken im Bestand
  • Turnusmäßiger Austausch der Platinen der FSA von Rauchschutztüren
  • Nachrüsten von Schließsystemen entsprechend den Anforderungen der Feuerwehr
  •  Entrauchung von Aufzugsmaschinenräumen